Sicherheits-check
Was kann in meiner Wohnung meiner Katze gefährlich werden?
Es gibt vier große Themen, die jeder Halter im Blick haben sollte. Das sind Fenster, Haushaltsgeräte, Pflanzen und Kleinteile.

Ich hoffe jeder weiß heutzutage, dass man seine Katze NICHT in der Mikrowelle trocknen sollte, auch wenn es nicht drauf steht. Allerdings bergen Wohnungen trotzdem ein paar Risiken, die vielleicht nicht jedem klar sind. Da Katzen instinktiv enge Höhlen, erhöhte Plätze und spannende Objekte untersuchen, liegt es in eurer Verantwortung, die Umgebung so abzusichern, dass Unfälle und schwere gesundheitliche Schäden gar nicht erst entstehen können.
Hier ist der essenzielle Sicherheits-Leitfaden, um dein Zuhause in ein sicheres Katzenparadies zu verwandeln:
1. Das Kippfenstersyndrom
Geöffnete oder gekippte Fenster üben auf Katzen einen enormen Reiz aus, da sie Gerüche und Geräusche von draußen wahrnehmen.
Die Gefahr: Beim Versuch, durch ein gekipptes Fenster nach draußen zu gelangen oder Insekten zu jagen, rutschen Katzen in dem V-förmigen Spalt ab. Sie bleiben stecken und quetschen sich bei Befreiungsversuchen lebenswichtige Organe ab, was ohne schnelle Hilfe tödlich endet (das sogenannte Kippfenstersyndrom).
Die Prävention: Bringe an allen Fenstern spezielle Sicherheitsgitter oder Kippfensterschutz-Vorrichtungen an, die den gefährlichen Spalt komplett abdecken.

2. Giftige Zimmerpflanzen
Tiere wissen ja was sie vertragen. Das mag vielleicht stimmen, wenn man über wilde Tiere redet, allerdings nicht bei domestizierten Hauskatzen. Da Katzen zur Verdauungsförderung gerne an Grünzeug knabbern, sollte man seine Deko nochmal überprüfen. Viele beliebte Zimmerpflanzen und Schnittblumen enthalten toxische Stoffe. Bereits kleinste Mengen von Aloe Vera oder Efeu können zu akutem Organversagen und schweren Vergiftungen führen.
Kontrolliere deine Pflanzen an allen für deine Katze zugänglichen Orten. Giftige Pflanzen müssen entweder absolut unerreichbar platziert oder komplett aus dem Haushalt verbannt werden. Setze stattdessen auf ungiftige Alternativen wie spezielles Katzengras.

3. Haushaltsgeräte
Katzen lieben es warm, dunkel und geschützt, was bei unseren Waschmaschinen und Trocknern perfekt ist. Eine offenstehende Trommel kann schnell als Schlafkuhle genutzt werden. Wird das Gerät unbemerkt eingeschaltet, bedeutet das Lebensgefahr für das Tier.
Gewöhne dir daher an, die Türen von Waschmaschine und Trockner grundsätzlich immer geschlossen zu halten. Mache es dir zur festen Routine, vor jedem Einschalten einen genauen Blick in die Trommel zu werfen.
4. Kleine Dinge, große Wirkung: Spielzeug und Kabel
Katzen spielen mit allem, was sich bewegt oder knistert. Doch alltägliche Kleinteile können rasch zur medizinischen Unfallursache werden. Zopfgummis, Nähgarn, Geschenkband und lose Kabel werden beim Spielen oft verschluckt. Lineare Fremdkörper wie Schnüre können den Darm einschnüren, während Kleinteile lebensgefährliche Darmverschlüsse oder Erstickungen verursachen. Das Anknabbern von Stromkabeln birgt zudem das Risiko von Stromschlägen.
Lass Kabel niemals lose herumliegen und nutze Kabelkanäle oder Schutzschläuche. Räume Kleinteile, Nähzeug und Haargummis nach der Benutzung sofort in geschlossene Schubladen.